Ich halte die Gans für einen kulinarisch schwierigen Vogel. Im Ganzen gebraten, schafft sie es oft, gleichzeitig zu fett und zu trocken zu sein, und der Erfolgsdruck für den Koch ist beim gängigen Weideganspreis ziemlich hoch. Bratvogelliebhaber sind meiner Meinung nach auch an Festtagen besser beraten, zu einer Ente statt einer Gans zu greifen. Die schmeckt besser, gelingt zuverlässig und ist selbst in allerbester Qualität für weit weniger Geld zu haben. Probieren Sie es einmal aus, Sie müssen es ja keinem sagen.
Falls Sie trotzdem auf die Gans bestehen, sei es aus Traditionsbewusstsein, Gänsezüchterfreund oder schlicht aus Überzeugung: Das Beste, was Sie meiner Meinung nach mit ihr tun können, ist, die Keulen zu confieren. Wenn alles gut geht, wird das Fleisch herrlich mürb und die Haut wunderbar knusprig. Als Plus…
