Wie basal Essen aufs Gemüt schlägt, lässt sich am einfachsten erkennen, wenn jemand futtergrantig, also unterzuckert und hungrig, meist leicht reizbar und genervt ist. Kaum aber sinken durch den Energieschub die Stresssignale im Körper, macht sich ein Wohlbefinden breit, alles ist wieder gut. Wir sind zufrieden, weil satt. Die „Kost für die Seele“, wie Soul Food auch übersetzt wird, stillt den physiologischen Hunger äußerst effizient. Sie ist kalorienreich, mächtig, überaus sättigend. Soul Food befriedigt aber auch emotionale Grundbedürfnisse. Und ist zutiefst politisch. Zwar findet sich der Begriff rund um den Globus als Hashtag unter vielerlei Food-Pics und wird häufig auch mit Schokolade assoziiert, seine Ursprünge hat er jedoch im Süden der USA und in den Zeiten der Sklaverei. Afroamerikanern blieb nichts anderes übrig, als aus preiswerten Lebensmitteln wie Reis, Mais,…