Wir lieben ihn, den RBB, das Sprachrohr der Spargelbauern, die Meckerecke der kleinen Leute, den Fernsehsender auf Augenhöhe. Vor allem »Die 30 schönsten Sommerhits« und »Die 50 schönsten Straßenkreuzungen«. Hier ist jeder wichtig. Katzensammler, Fußpfeifer, Kleingärtner und Großfressen.
Allerorts im RBB-Land, auf dem Berliner Hermannplatz, der Luckenwalder Schwindsuchtbrücke, im Eberswalder Familiengarten und den Beelitzer Heilstätten wanzen sich dieser Tage traurige Fernsehteams an die Bürger heran. »Können Sie uns noch vertrauen? Wir sind’s, die ›Abendschau‹, das Duzfernsehen mit Ulli Zelle. Habt ihr uns noch lieb? Bitte nicht Haue-Haue machen!«
Die Reaktionen sind immer gleich: »Wat? Vapisst euch!«, »Sowat macht man nich! Punkt!«, »Schluss mit die Zwangsjebühren!«
Auch dieser Liebesentzug (und nicht nur das Gehalt der Intendantin) macht fassungslos, sagt der nette Karo-Hemd-Moderator. Das ist die größte Krise des RBB seit dem…